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SAP Sustainability Control Tower für ESG-Reporting in SAP

SAP Sustainability Control Tower für ESG-Reporting in SAP

Daniel Paulus

10 Min.

10 Min.

SAP Sustainability Control Tower für ESG-Reporting in SAP

SAP Sustainability Control Tower für ESG-Reporting in SAP: Wie ein ERP-zentrierter Ansatz funktioniert

In 5 Wochen zu belastbaren GHG Kennzahlen im SCT! Geht nicht denken sie? – Im folgenden Beitrag erklären wir Ihnen, wie dies möglich ist.

Ausgangslage: Komplexität im ESG-Reporting

Das international tätige Produktionsunternehmen Knauf aus Iphofen hat frühzeitig erkannt, dass ESG-Reporting mit steigenden Anforderungen an Datenkonsistenz, Transparenz und Nachvollziehbarkeit einhergeht. Insbesondere manuelle Datensammlungsprozesse und heterogene Datenquellen bergen das Risiko von Inkonsistenzen sowie erhöhtem operativem Aufwand.

Die IT bei Knauf hat diese Anforderungen frühzeitig antizipiert und treibt einen proaktiven, datengetriebenen Ansatz voran. Ziel ist es, manuelle Tätigkeiten im ESG-Reporting konsequent zu reduzieren und von Beginn an eine konsistente, transparente und belastbare Datenbasis auf Basis bestehender ERP-Systeme zu etablieren.

In produzierenden Unternehmen fallen große Mengen unterschiedlicher Daten an, von Energieverbräuchen über Lieferketteninformationen bis hin zu Emissionen. Der entscheidende Punkt: Diese Daten sind in der Regel bereits in den operativen SAP-Systemen vorhanden.

Ziel des Proof of Concept

Das Ziel des PoC war es, den manuellen Aufwand im ESG-Reporting deutlich zu reduzieren und eine zukunftsfähige Grundlage für die Ableitung von ESG-Kennzahlen zu schaffen Im Fokus stand die Frage, ob sich ESG-Kennzahlen direkt aus bestehenden ERP-Belegdaten ableiten lassen und damit eine nachhaltige Alternative zu bisherigen Workarounds entsteht.

Statt auf externe Tools zu setzen, entschied sich das Unternehmen für einen ERP-zentrierten Ansatz und die Nutzung des SAP Sustainability Control Tower in Kombination mit SAP Best Practices.

Der Vorteil:
Bestehende Datenstrukturen bleiben erhalten und werden gezielt für das ESG-Reporting nutzbar gemacht.

Die Lösung: ERP-zentrierte Integration mit der IBIS Data Bridge

Im Proof of Concept fungierte die IBIS Data Bridge als zentrale Verbindung zwischen operativen SAP-Belegdaten und dem SAP Sustainability Control Tower (SCT).

Sie ermöglicht eine standardisierte Ableitung von ESG-Aktivitäten und Kennzahlen direkt aus bestehenden ERP-Daten. Dabei werden relevante Transaktionen identifiziert, strukturiert aufbereitet und in SCT-konforme Datenpunkte überführt.

Zentral ist dabei:

·        Ableitung von ESG-Aktivitäten aus ERP-Belegdaten

·        Strukturierung und Zuordnung zu SCT-Datenpunkten

·        Möglichkeit zur fachlichen Anreicherung (z. B. Emissionsfaktoren oder Methodenwahl)

·        durchgängige Integration in den SAP Sustainability Control Tower

Das Ergebnis:

·        bis zu 60 % weniger Implementierungsaufwand durch Nutzung bestehender Datenstrukturen

·        rund 90 % automatisierter Datenfluss bei der Bereitstellung von ESG-Daten

·        konsistente und nachvollziehbare ESG-Datenbasis

Die IBIS Data Bridge in 3 Schritten einfach erklärt

Schritt 1 - Identifikation und Vorbereitung der Datenbasis

Relevante ESG-Daten werden in den operativen SAP-Systemen identifiziert und auf ihre Verwendbarkeit geprüft. Dabei wird festgelegt, welche Belegdaten als Grundlage für die Ableitung von ESG-Aktivitäten dienen.

Schritt 2 - Konfiguration des SAP Sustainability Control Tower

Auf Basis der bestehenden ERP-Strukturen wird das Organisationsmodell im SAP Sustainability Control Tower (SCT) abgeleitet. Stammdaten, wie z. B. Gesellschaften, Werke oder relevante Objekte, werden automatisiert übernommen und bilden die Grundlage für die weitere Konfiguration im SCT.

Schritt 3 - Automatisierte Datenübertragung

Die Ableitung von ESG-Aktivitäten und Kennzahlen aus ERP-Belegdaten erfolgt im IBIS Data Provider. Dabei werden Daten systematisch aufbereitet, fachlich angereichert und ohne Medienbruch im Systemkontext weiterverarbeitet.

So bleibt jederzeit nachvollziehbar, wie sich Kennzahlen aus den zugrunde liegenden Belegdaten ableiten. Die so entstehenden Daten werden strukturiert in den SAP Sustainability Control Tower überführt und stehen dort konsistent für das Reporting zur Verfügung.

Erfolgreicher PoC in nur 5 Wochen

Im Rahmen eines Proof of Concept wurde der SAP Best Practice Ansatz gemeinsam mit SAP, IBIS Prof. Thome AG und FairConsult 24|7 umgesetzt. Innerhalb von nur 5 Wochen wurde das Projekt erfolgreich abgeschlossen und ist inzwischen skalierbar.

Das Ergebnis:

// Implementierung innerhalb von nur fünf Wochen

// Vollständige Integration relevanter ESG Scope 3-Daten in den SAP SCT

// Auditfähige Datenbasis im SAP Sustainability Control Tower

Fazit: Effizientes ESG-Reporting direkt aus Ihrem SAP-System

Der Proof of Concept zeigt: ESG-Reporting muss nicht über externe Tools und manuelle Workarounds erfolgen. Die notwendigen Daten liegen bereits im ERP vor und können systematisch für das Reporting genutzt werden.

Ein ERP-zentrierter Ansatz ermöglicht es, ESG-Kennzahlen direkt aus operativen Belegdaten abzuleiten und konsistent im SAP Sustainability Control Tower bereitzustellen. Wenn Sie in Ihrem ESG-Reporting ähnliche Herausforderungen sehen, etwa manuelle Workarounds, hohen Abstimmungsaufwand oder fehlende Nachvollziehbarkeit, lohnt sich ein ERP-zentrierter Ansatz. Vereinbaren Sie ein unverbindliches Gespräch und kontaktieren Sie uns gerne.