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Warum Transparenz für Ihr SAP S/4HANA-Projekt entscheidend ist!

Warum Transparenz für Ihr SAP S/4HANA-Projekt entscheidend ist!

Ein junger Mann grinst im Hinterhof eines Firmengebäudes in die Kamera
Ein junger Mann grinst im Hinterhof eines Firmengebäudes in die Kamera

Felix Fleischmann

10 Min.

10 Min.

Das Bild zeigt eine veranschaulichte SAP S/4HANA Transformation

Der teuerste Umzug der Energiewirtschaft: Warum Transparenz für Ihr SAP S/4HANA-Projekt entscheidend ist – und wie Sie den Keller vorher entrümpeln.

Stellen Sie sich vor, Sie haben Jahre gespart, geplant und bauen nun endlich ein hochmodernes, energieeffizientes Smart Home. Am Tag des Einzugs packen Sie jedoch den gesamten Schrott aus Ihrem alten, feuchten Keller blind in Umzugskartons und stellen ihn ungesehen in Ihr neues Wohnzimmer. Klingt absurd?

Doch genau dieses Szenario spielt sich aktuell in den IT-Abteilungen zahlloser Energieversorger ab. Die Datenqualität und das blinde Mitnehmen von technischem Ballast sind die größten fehlenden Links bei aktuellen SAP-Transformationen.

Die Energiewende wartet nicht – aber Ihre Legacy-Systeme warten auch nicht auf SAP S/4HANA Utilities. Es ist Zeit für eine Bestandsaufnahme.

Aktuelle Herausforderungen der Energieversorger: Der Sturm vor der Haustür

Die Energiewirtschaft steht vor einem der tiefgreifendsten technologischen und strukturellen Umbrüche ihrer Geschichte. Es geht längst nicht mehr nur darum, Strom und Gas von A nach B zu leiten. Durch die Energiewende, den Ausbau dezentraler Energieerzeugung, Smart Grids und die Integration von Prosumern müssen Versorger heute flexibler agieren als je zuvor. Neue, datengetriebene Geschäftsmodelle, dynamische Tarife und volatile Märkte müssen nahtlos in die bestehenden IT-Landschaften integriert werden.

Parallel dazu tickt eine unerbittliche Uhr für das zentrale IT-Rückgrat fast aller großen Versorgungsunternehmen: Das Supportende für SAP IS-U zwingt die gesamte Branche in den nächsten Jahren zum zwingenden Wechsel auf S/4HANA Utilities.

Was auf dem Papier wie ein logischer Upgrade-Schritt aussieht, wird in der Praxis oft zu einem riskanten und kostenintensiven Mammutprojekt. Der Grund? Historisch gewachsene Systemlandschaften, komplexe Eigenentwicklungen und unübersichtliche Datenstrukturen erschweren die Cloud-Migration massiv.

Die Analogie: Ihr ERP-System als über Jahrzehnte gewachsenes Haus

Um die Tragweite dieses Problems für IT-Entscheider greifbar zu machen, lassen Sie uns bei der Umzugs-Analogie bleiben. Ihr aktuelles SAP IS-U System ist wie ein großes, solides Haus, in dem Ihr Unternehmen seit 20 Jahren lebt.

Über die Jahre hat sich viel angesammelt:

• Als die Standard-Küche nicht mehr reichte, haben Sie sich einen Schrank maßschreinern lassen (Ihr Custom Code).

• Im Keller liegen Werkzeuge doppelt und dreifach, weil niemand wusste, was der andere bereits gekauft hat (Redundante Datenstrukturen).

• Jedes Familienmitglied hat einen anderen Weg entwickelt, um morgens das Haus zu verlassen und abzuschließen (Historisch gewachsene Prozessvarianten).

Wenn Sie nun in Ihr neues S/4HANA Utilities Smart Home umziehen, haben Sie zwei Möglichkeiten: Entweder Sie nehmen alles mit (der sogenannte "Brownfield"-Ansatz ohne Bereinigung) und machen das neue Haus sofort wieder unübersichtlich. Oder Sie werfen alles weg und fangen komplett bei null an ("Greenfield"), was oft massive Widerstände in der Belegschaft und explodierende Projektlaufzeiten nach sich zieht.

Der stumme Kostentreiber: Custom Code & Datenballast

Hier liegt die unbequeme Wahrheit für viele Projektleiter und CIOs: Nicht die neue Technologie ist das Hauptproblem der Transformation. Es sind Ihre eigenen, über Jahre gewachsenen Prozessvarianten und der technische Ballast, den Ihr System angesammelt hat.

Das sind die „faulen Umzugskartons“, die Ihr Budget sprengen:

Hunderte Customizierungen ohne Dokumentation: Sie haben maßgeschneiderte Z-Programme im System, von denen heute niemand mehr weiß, warum sie 2012 programmiert wurden. Niemand traut sich, sie abzuschalten, aus Angst, dass ein geschäftskritischer Prozess zusammenbricht. (Wie ein mysteriöser Lichtschalter im Haus, den man lieber nicht drückt).

Fehlende Single Source of Truth: Kundendaten, Asset-Informationen und Zählerstände liegen in verschiedenen Silos. Wenn die Datenqualität vor der Migration nicht bereinigt wird, digitalisieren Sie lediglich Ihre bestehenden Fehler.

Prozess-Wildwuchs: Wenn fünf verschiedene Abteilungen denselben Geschäftsvorfall auf fünf unterschiedliche Arten im SAP-System abbilden, entstehen Reibungsverluste. Diese Prozessvarianten überblickt oft niemand mehr vollständig.

Versteckte Abhängigkeiten: Custom Code schlummert oft im Verborgenen. Wenn ein scheinbar unwichtiges Programm bei der Migration weggelassen wird, kann das fatale Kettenreaktionen in der Abrechnung auslösen.

Das sind keine reinen IT-Probleme. Das sind Geschäftsprozesse, die sich aktiv selbst im Weg stehen.

Die Lösung: System- und Prozessnutzungsanalyse

Wie verhindert man also, dass der Umzug im Chaos endet? Man macht eine professionelle Inventur, bevor der erste Karton gepackt wird.

Genau hier setzt die System- und Prozessnutzungsanalyse der IBIS Prof. Thome AG an. Mit tiefgehenden Analysen schaffen wir schonungslose Klarheit, bevor das eigentliche Migrationsprojekt startet.

Wir leuchten mit der Taschenlampe in jeden Winkel Ihres "SAP-Kellers" und liefern Ihnen harte Fakten statt Bauchgefühl. Hier ein Auszug:

1. Transparenz über alle Prozesse: Wir machen alle aktiven Prozessvarianten sichtbar. So sehen Sie genau, welche Wege Ihre Mitarbeiter im System wirklich gehen und wo sich Standardisierung sofort auszahlt.

2. Custom Code: Wir trennen echten, wertschöpfenden Custom Code von technischem Ballast. Sie sehen schwarz auf weiß, welche Eigenentwicklungen Sie im Einsatz haben und welche Sie getrost "auf den Sperrmüll" werfen dürfen.

3. Quantifizierung des Optimierungspotenzials: Wir zeigen Ihnen datenbasiert auf, mit welchen Maßnahmen Sie Ihre „Pain Points“ angehen können.

Warum Transparenz Geld, Zeit und Nerven spart

Eine fundierte Analyse vor der Transformation ist kein nettes Zusatzprojekt – sie ist die Versicherung für Ihr IT-Budget.

Durch die Transparenz der IBIS-Analyse minimieren Sie die typischen Projektrisiken drastisch. Sie verhindern Überraschungen während der Implementierungsphase, weil es keine versteckten Abhängigkeiten mehr gibt. Sie machen Kosten verlässlich planbar, da Sie genau wissen, wie groß der Migrationsaufwand für den verbleibenden, wirklich notwendigen Custom Code ist.

Vor allem aber schonen Sie die Nerven Ihres gesamten Projektteams und der Fachbereiche. Denn anstatt in endlosen Workshops darüber zu diskutieren, wie ein Prozess vermutlich abläuft, diskutieren Sie auf Basis objektiver Systemdaten darüber, wie er tatsächlich abläuft. Sie stellen Ihre Transformation auf ein solides, datengetriebenes Fundament – statt auf historischen Ballast.

Fazit: Transformation beginnt im Kopf (und im Keller)

Die Migration auf SAP S/4HANA Utilities ist für die Energiewirtschaft das wichtigste IT-Projekt der Dekade. Transformation gelingt jedoch nicht durch den reinen Einkauf neuer Technologie. Sie beginnt mit Transparenz und der strategischen Entscheidung, Altlasten konsequent hinter sich zu lassen.

Wer seinen Keller vor dem Umzug professionell entrümpelt, zieht nicht nur schneller und günstiger um – er hat im neuen Smart Home auch endlich den Freiraum, um die Innovationen der Energiewende wirklich zu leben.

📲 Hand aufs Herz: Wenn Sie heute in Ihren SAP-Keller schauen – wissen Sie genau, welche Kartons Sie für die S/4HANA-Migration ungeöffnet wegwerfen könnten?